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natti
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Anmeldungsdatum: 17.01.2005
Beiträge: 20
Wohnort: duisburg

BeitragVerfasst am: 17.01.2005, 22:29    Titel: Studium fertig- und jetzt? Antworten mit Zitat

Hallo liebe Leute,
ich schließe jetzt bald meine Diplomarbeit (SAE) ab und somit auch mein Studium. Arbeite schon die ganze Zeit nebenbei, aber eine feste Stelle hat sich daraus noch nicht ergeben. Mich interessiert, wie andere KomilitoInnen mit der Situation umgehenbzw. umgegenagen sind. Wie bemüht ihr euch um eine Stelle? Kennt ihe andere Leute die schon fertig sind und jetzt in einem Arbeitsverhältnis stehen? Also, mich interessiert alles. Weiterbildung, Praktika etc. !

Viele Grüße
natti
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FunLovinGuy27
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Anmeldungsdatum: 24.03.2003
Beiträge: 65
Wohnort: Duisburg

BeitragVerfasst am: 18.01.2005, 17:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Natti!

Ich habe letztes Jahr im Sommer mein SAE-Studium (6 Semester; Notendurchschnitt 1,7) abgeschlossen und suche seit dem eine Stelle. Mittlerweile habe ich über 100 Bewerbungen geschrieben und fast die Hälfte sind Absagen! Vorstellungsgespräche lassen sich an beiden Händen abzählen. Bewerbe mich auf fast alle Stellen (außer Streetwork, Sozialarbeit mit gewaltbereiten Jugendlichen z. B. rechte Skinheads, Hooligans, Pseudo-Gangster-Typen) im sozialpädagogischen und im kaufmännischen Bereich (habe noch eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung) in allen Teilen Deutschlands. Es tut sich nichts. Selbst Nebentätigkeiten aus meiner Studentenzeit und Praktika helfen nicht weiter. Twisted Evil Nun habe ich seit dem WS 04/05 mit einem zweisemestrigen promotionsvorbereitenden Studium begonnen (um keine Lücke im Lebenslauf zu haben).

Meine Bemühungen bei den Stellen reichen von den klassischen Stellenanzeigen über Stellenbörsen im Internet bis hin zu Initiativbewerbungen. Teilweise telefoniere ich auch Personalabteilungen durch. Fast alle SAE-Absolventen die ich kenne (bis auf einer, welcher vor Beendigung des Studiums schon einen Job hatte) sind arbeitslos.
Tolle Aussichten! Weiterbildungen sind oft zu teuer (Beispiel: Psychotherapeutenausbildung kostet ca. 15000-20000 Euro; Masterstudiengang Sozialmanagement kostet ca. 10000 Euro und setzt eine 2 bis 3jährige Berufstätigkeit im soz.päd. Bereich voraus).

Das Problem ist einfach das der Arbeitsmarkt im Sozialwesen im Keller ist. Es gibt einen Konkurrenzkampf zwischen Dipl. Sozialarbeiter (FH)/Sozialpädagogen (FH), Dipl.-Pädagogen (UNI), Dipl.-Sozialwissenschaftlern (D1;D2) und Erziehern. Die Verlierer dabei sind eindeutig die SAE'ler! In der freien Wirtschaft und in öffentlichen Instituten werden sie nicht als vollwertige Sozialwissenschaftler anerkannt (wobei die Stellen dort sehr sehr rar sind). Beispiel gefällig:

„Sehr geehrter Herr XXX,

für Ihr Interesse an einem Ausbildungsplatz im Rahmen des Trainee-Programmes der Stadt XXX bedanke ich mich.

Leider kann ich Ihre Bewerbung nicht berücksichtigen, weil Sie das Anforderungskriterium „Abschluss an einer Universität oder wissenschaftliche Hochschule“ nicht erfüllen. Das Konzept des Trainee-Programms der Stadt XXX sieht die Ausbildung von Fachhochschülerinnen und –schülern nicht vor. (…)“ (Quelle: Absage).

Na ja, also sind wir SAE’ler Fachhochschüler und studieren nicht an einer wissenschaftlichen Hochschule??? Aber wo studieren wir? Was sind wir dann??? Was wir nicht sind zeigt folgende Ablehnung auf eine Stelle im sozialpädagogischen Bereich (wo die Stellen zwar knapp geworden sind, aber in sog. Boomzeiten noch SAE’ler eingestellt wurden):

„Sehr geehrter Herr XXX,

hiermit bestätige ich den Eingang Ihrer Bewerbung vom xx.xx.xx um Einstellung beim Kreis XXX. Zur Zeit sind X Stellen des Allgemeinen Sozialen Dienstes ausgeschrieben.

Für die zu besetzenden Stellen werden ausgebildete Dipl.-Sozialarbeiter bzw. Dipl.-Sozialpädagogen gesucht. Nach den von Ihnen vorgelegten Bewerbungsunterlagen habe ich festgestellt, dass Sie einen Berufsabschluss als Diplom-Sozialwissenschaftler besitzen. Somit erfüllen Sie leider nicht das im Ausschreibungstext bezeichnete Anforderungsprofil (Berufabschluss in den v. g. Berufen) (…)“ (Quelle: Absage).

Also was sind wir??? SAE’ler, genau! Und keine Dipl.-Sozialwissenschaftler und Dipl.-Sozialpädagogen/Sozialarbeiter! Und wo sollen wir uns bewerben???? Bewirbt man sich auf Erzieherstellen gilt man als überqualifiziert. Bei Stellen in der Verwaltung greift man lieber auf die eigenen ausgebildeten Dipl.-Verwaltungswirte (FH) zurück! Wo sonst? Ach ja, es gibt ja noch die Personalabteilungen in der freien Wirtschaft, wo man SOWIS auf Grund ihrer generalistischen Ausbildung und den viel gepriesenen Softskills gerne als Personaltrainer oder Personalentwickler sieht. Weit gefehlt. Wer so denkt der irrt! Beispiel gefällig:

„Sehr geehrter Herr XXX,

ich bedaure, Ihnen mitteilen zu müssen, dass Ihre Bewerbung nicht den von Ihnen gewünschten Erfolg hatte. Für die Stellenanzeige als Trainee in der Personalentwicklung fallen Sie leider nicht unter unser ausgeschriebenes Bewerberprofil (Studium der Wirtschaftswissenschaften, Betriebswirtschaft o. ä. mit dem Schwerpunkt Personal). Deshalb können wir Ihre Bewerbung nicht berücksichtigen. Die eingereichten Unterlagen erhalten Sie anbei zurück (…)“ (Quelle:Absage).


Einen Trost habe ich noch für euch. Laut Aussage eines Dozenten, dessen Namen ich aus persönlichen und datenschutztechnischen Gründen nicht nennen möchte, sagte mir, dass die SAE`ler noch am besten dastehen würden. Die Politologen und insbesondere die Soziologen gelten als praxisfern und würden sogar häufig umgeschult (sprich sie müssen eine Berufsausbildung machen) oder erfüllten teilweise das Klischee vom Taxifahrer resp. Kellner. Allenfalls promovierten Sozialwissenschaftlern (entweder mit Praxisbezug zu einem Unternehmen, welches ein Dr. phil. braucht oder diejenigen, welche eine wissenschaftliche Unikarriere einschlagen wollen) räume er gute Arbeitsmarktchancen ein.

Also nun bin ich mal gespannt auf die Erfahrungen weiterer Absolventen.

Schöne Grüße

FunLovinGuy
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natti
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Anmeldungsdatum: 17.01.2005
Beiträge: 20
Wohnort: duisburg

BeitragVerfasst am: 18.01.2005, 19:02    Titel: Antworten mit Zitat

Oh, man!!!
Das hört sich überhaupt nicht gut an! Kannst du mir bitte noch sagen, welche Art Nebenjobs du hattest!? Außerdem würde mich interessieren, ob du dich schon beim Arbeitsamt vorgestellt hast und was dir das qualifizierte Fachpersonal geraten hat? Also würdest du auch davon abraten weiter auf Diplom II zu studieren? Und an welcher Uni studierst du jetzt?
Fragen über Fragen....

Weitere Erfahrungsberichte interessieren mich sehr!!!

natti
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mickey_philosophos
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Anmeldungsdatum: 16.10.2003
Beiträge: 994
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BeitragVerfasst am: 18.01.2005, 19:13    Titel: Antworten mit Zitat

fuer eine erzieher stelle duerftest du nicht ueber- sondern unterquallifiziert sein. da du sozialwissenschaftler und nicht sozialpaedagoge resp. erzieher bist. dir fehlt die staatliche anerkennung.
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natti
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Anmeldungsdatum: 17.01.2005
Beiträge: 20
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BeitragVerfasst am: 18.01.2005, 19:36    Titel: Antworten mit Zitat

ich glaube bzw. weiß aus eigener Erfahrung, dass die staatliche Anerkennung des Sozialpädagogen/Sozialarbeiter/Erzieher allein nicht aussagt, ob du qualifizeirt bist oder auch nicht! Um staatlich Anerkannt zu sein musst du ein einjährigs Anerkennungspraktikum machen. Das einjährige Praktikum, oder auch Anerkennungsjahr genannt, wird aber schon an einigen FHŽs duch zwei Praktika während des Studiums ersetzt und fällt wohl in naher Zukunft ganz weg. Es gibt nun mal keine staatlich anerkannten Sozialwissenschaftler!
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mickey_philosophos
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Anmeldungsdatum: 16.10.2003
Beiträge: 994
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BeitragVerfasst am: 18.01.2005, 19:57    Titel: Antworten mit Zitat

kein zeugnis sagt aus ob du wirklich qualifiziert bist. das aendert aber nichts an der bedingung dass es vorhanden sein muss. wenn du in duisburg sae studierst hast du diese anerkennung definitiv nicht. es reicht auch nicht aus, insgesamt ein jahr praktika zu machen, da du eben was ganz anderes studiert hast. ich schaetze mal um diese irrtuemer auszuschließen wurde aus sae auch pos (praxis orientierte sozialwissenschaften). finde dich damit ab, dass du kein sozialarbeiter respektive sozialpaedagoge bist Wink
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natti
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Anmeldungsdatum: 17.01.2005
Beiträge: 20
Wohnort: duisburg

BeitragVerfasst am: 18.01.2005, 20:18    Titel: Antworten mit Zitat

...das möchte ich auch gar nicht sein und darum geht hier eigentlich auch nicht! Aber schön das du mich nochmal darauf hingewiesen hast. Was hast du denn eigentlich studiert oder studierts du noch!? Erzähl doch mal von deinen Erfahrungen, finde ich viel interessanter als deine Kommentare, die für mich nichts neues sind bzw. weiterbringen.
DANKE!
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mickey_philosophos
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Anmeldungsdatum: 16.10.2003
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BeitragVerfasst am: 18.01.2005, 20:27    Titel: Antworten mit Zitat

ich studiere soziologie im 3. semester. mit erfahrungen kann ich dir da also nicht helfen. ich studiere es mehr aus interesse, und weil mein wunschstudium mir verwehrt wurde, aber wie ich gehoert habe ist der arbeitsmarkt gesaettigt was sozialwissenschaftler angeht. da du ja mit dem d1 studium eh kein wissenschaftliches studium (ich glaub da gibt es eine bedingung von mindestens 8 oder 9 semestern?!) absolviert hast, glaub ich auch dass es relativ schwer sein wird damit etwas zu finden, weil wie funlovinguyl schon schreibt, du bist kein soz.paed. oder sozialarbeiter, aber ein "richtiger" wissenschaftler bist du auch nicht. frag mich auch wozu es den studiengang gibt. tut mir leid dass ich dir nich helfen kann.

Zuletzt bearbeitet von mickey_philosophos am 18.01.2005, 20:59, insgesamt 1-mal bearbeitet
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FunLovinGuy27
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Anmeldungsdatum: 24.03.2003
Beiträge: 65
Wohnort: Duisburg

BeitragVerfasst am: 18.01.2005, 20:54    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Oh, man!!!
Das hört sich überhaupt nicht gut an! Kannst du mir bitte noch sagen, welche Art Nebenjobs du hattest!? Außerdem würde mich interessieren, ob du dich schon beim Arbeitsamt vorgestellt hast und was dir das qualifizierte Fachpersonal geraten hat? Also würdest du auch davon abraten weiter auf Diplom II zu studieren? Und an welcher Uni studierst du jetzt?
Fragen über Fragen....

Weitere Erfahrungsberichte interessieren mich sehr!!!


Meine Nebenjobs waren in sehr unterschiedlichen Bereichen:
1)Verkäufer beim Weinhändler
2)Buchhaltung in einem mittelständischen Unternehmen
3)Honorarkraft in der Betreuung von benachteiligten Kinder- und Jugendlichen beim Jugendamt
4) sozialpädagogischer Mitarbeiter in einer sozialtherapeutischen Einrichtung für chronisch Alkoholkranke

Bei der Bundesagentur für Arbeit war ich auch...) Der qualifizierte Mitarbeiter wollte mir einen Job als Klinkenputzer im Strukturvertrieb bei der Deutschen Vermögensberatung anbieten! Shocked Ich habe eigentlich auch nichts anderes erwartet. Wer jedoch sehr nett und kompetent ist, ist die Hochschulberaterin vom Team der Arbeitsagentur. Aber wirklich weiterhelfen kann man Dir nicht wirklich. Der Stellenmarkt ist nunmal dicht.

Ob Du auf D2 weiterstudieren solltest oder nicht, dass würde ich von Deiner Berufsplanung abhängig machen. Vielleicht wäre Lehramt auch ne Alternative??

Ach ja, ich absolviere zur Zeit ein zweisemestriges promotionsvorbereitendes Studium im Fach Soziologie hier in DU.

Erzähl doch mal von Dir ein wenig. Was hast Du vor und während des Studiums gemacht?? Falls Dir das zu persönlich ist, kannste mir auch gerne ne PN schicken!


@mickey_philosophos

Zitat:
fuer eine erzieher stelle duerftest du nicht ueber- sondern unterquallifiziert sein. da du sozialwissenschaftler und nicht sozialpaedagoge resp. erzieher bist. dir fehlt die staatliche anerkennung.


Na ja, dass kann man nicht an der staatlichen Anerkennung festmachen.

Die Überqualifizierung bei Erzieherstellen kann ich leider nicht schriftlich belegen, da dies Aussagen eines Personalers beim Vorstellungsgespräch waren. Er hatte geschickt gefragt, wo ich mich mich in 5-10 Jahren beruflich sehen würde. So musste ich eine Gradwanderung beschreiten, die leider mißlungen war. Am Ende des Gesprächs meinte der Personaler, dass der Job nichts für mich sei, da ich mich dabei unterfordert fühlen könnte und somit die Gefahr bestünde, dass ich mich kurz über lang wegbewerben könnte. Und im Prinzip hatte er Recht. Wer möchte schon auf Ewigkeiten auf einer Erzieherstelle hängen bleiben.
Übrigens der Unterschied zwischen einem Erzieher, Sozialpädagogen und einem Sozialwissenschaftler macht sich vor allem am Gehalt fest. Die meisten Arbeitskräfte werden noch (die Tendenz geht hin zum Outsourcing) nach dem BAT und angelehnt an den BAT (AVR, BAT-KF etc.) vergütet.
Erzieher werden auf Grund ihrer Ausbildung in den mittleren Dienst eingestuft: BAT VIII bis BAT Vb.

Sozialpädagogen werden auf Grund ihres FH-Studiums in den gehobenen Dienst eingestuft: BAT Vb bis BAT IIa.

Sozialwissenschaftler werden auf Grund ihres Universitätsstudiums in den höheren Dienst eingestuft: BAT IIa bis BAT I (Quelle: www.bund.de).

Ausgenommen sind SAE'ler. SAE'ler sind mit dem Diplom I Fachhochschulabsolventen gleichgestellt. ERGO: BAT Vb bis BAT IIa (Quelle: Berufseinmündungsnanalyse der Absolventen des Studiengangs SAE, 1996)!
Am Standort Essen wurde z. B. der Fachhochschulstudiengang Sozialpädagogik/Sozialarbeit (FH) auf Diplom I umgestellt. Jetzt kann dort konsekutiv ein Diplom II drangehangen werden.

Nochmal zur staatlichen Prüfung:
Wie Natti schon geschrieben hat gibt es nunmal keinen staatlich geprüften Sozialwissenschaftler. Der Logik nach müssten ja IHK-geprüfte Industriekaufleute gegenüber Dipl.-Wirtschaftswissenschaftlern überqualifiziert sein. Hast Du schon mal den Berufsschulunterricht mit Uni-Seminaren verglichen (z. B. Recht, VWL).

Und weiter gehts........................ Wink
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natti
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BeitragVerfasst am: 18.01.2005, 20:55    Titel: Antworten mit Zitat

ah ja! Wissenschaftliches Studium hin oder her. Ich denke eher, dass nicht der Abschluss ausschlaggbend ist, sondern wie billig du letztlich für die Einrichtung bist. Vor einigen Jahren, als die Arbeitsmarktlage noch nicht ganz so angspannt war, gab es sehrwohl einen Markt für die Dipl.I-StudentenInnen. Egal, keine Lust zu streiten. Ich glaube aber, dass du es mit einem Dilpom II nicht weniger schwierig auf dem Arbeitsmarkt hast.
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natti
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Anmeldungsdatum: 17.01.2005
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BeitragVerfasst am: 18.01.2005, 21:22    Titel: Antworten mit Zitat

o.k! Also, ich studiere schon mehr als sechs Semster..aber egal! Bin ja bald fertig!


Ich arbeite jetzt schon seit 3 Jahren in einer Schutzstelle missbrauchte und misshandelte Kinder. Zwischendurch habe ich dann
- 1 Jahr in einem Jobbcenter (re:start) in Oberhausen gearbeitet.
- 1 Jahr bei Klöckner und Co. in der Kommunikationsabteilung. Und seit kurzem als flex. Erziehungshilfe bei der ev. Erziehungshilfe der Diakonie. Ab und an teame ich auch noch Seminare in Schulen, in denen es um Lebens-und Berufsplanung und Bewerbungen geht (bin ich ja die richtige dafür Wink ).

Ich habe also immer ziemlich viel nebenher gearbeitet. (Übriegens meistens Stellen für Sozialarbeit- bzw. Sozialpäd. StudentInnen)

Ja,eigentlich habe ich mir vorgestellt, dass ich nach meinem Studium schon in dieser Richtung weiter arbeiten möchte, aber langfristig gesehen ist das nicht mein Ziel. Sehe mich doch dann eher im organisatorischen, im Leitungsbereich eines Wohlfahrtsverbandes oder ähnliches. Ich möchte halt nach meinem Studium unbedingt weitermachen, nur weiß ich momentan noch nicht wie ich die Sache am geschicktesten anstelle.

Um meine Vorstellungen umsetzen zu können brauche ich Geld und hoffe einfach mal, dass ich nach menem Diplom erstmal irgendwo eine halbe Stelle bekomme. Zur Zeit sprießen überall ja diese Sozialmanagementstudiengänge aus dem Boden, nur weiß ich nicht, ob das der richtige Weg für mich ist.

Die Möglichkeit auf Lehramt weiterzumachen bzw. quer einzusteigen habe eich auch schon in betracht gezogen. Kennst du jemanden, der das gemacht hat?

Ich habe auch gerhört, dass einige neue Masterstudiengänge in Du eingführt werden.

Also an Ideen und Interesse mangelt es nicht, eher an fehlender Oientierung!
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Sophie
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Anmeldungsdatum: 10.02.2004
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BeitragVerfasst am: 18.01.2005, 22:32    Titel: Antworten mit Zitat

ein weiteres Problem wird in Zukunft für SAE'ler/POS-Studenten sein, dass der Studiengang nicht nur einzigartig (oder gibt es den mittlerweile noch wo?), sondern auch auslaufend sein wird. Wahrscheinlich wird er nämlich bei der Umstellung auf BA/MA nicht mehr beachtet. Ganz raus ist dies allerdings wohl noch nicht. Und allzu bekannt scheint der Studiengang und seine Inhalte ja nicht zu sein, was dadurch natürlich nicht geändert wird.
Da sehe ich auch den Vorteil für Studenten der Politologie oder der Soziologie, da da die Inhalte in etwa klar sind und es explizite Stellenausschreibungen dafür gibt und somit das "auf-gut-Glück-bewerben" nicht ganz so auf der Tagesordnung steht (in Bezug auf die Kriterien).

Dennoch würde ich nicht so schwarz sehen. Hast du denn schon mal in den Stellen wo du bereits gearbeitet hast nachgefragt, ob sie event. ganz was für dich hätten? Schliesslich kennen sie dich und deine Leistungen..
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FunLovinGuy27
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Anmeldungsdatum: 24.03.2003
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Wohnort: Duisburg

BeitragVerfasst am: 18.01.2005, 22:35    Titel: Antworten mit Zitat

Da haste ja schon einiges an Praxiserfahrung sammeln können.

Zitat:
Ja,eigentlich habe ich mir vorgestellt, dass ich nach meinem Studium schon in dieser Richtung weiter arbeiten möchte, aber langfristig gesehen ist das nicht mein Ziel. Sehe mich doch dann eher im organisatorischen, im Leitungsbereich eines Wohlfahrtsverbandes oder ähnliches. Ich möchte halt nach meinem Studium unbedingt weitermachen, nur weiß ich momentan noch nicht wie ich die Sache am geschicktesten anstelle.


Das deckt sich 100%ig mit meiner zukünftigen Planung. Die Arbeit an der Front mit den Klienten macht zwar Spaß, aber ist für mich nicht unbedingt das Non-Plus-Ultra. Möchte auch eher in den organisatorischen leitenden Bereich. Daher werde ich versuchen meine Diss stärker betriebswirtschaftlich bzw. sozialwirtschaftlich auszurichten. Falls ich zwischenzeitlich ein attraktives Jobangebot bekommen werde und das promotionsvorbereitende Studium aus zeitlichen Gründen nicht mehr weitermachen kann, werde ich berufsbegleitend den Master of Socialmanagement (der ist einem D2-Diplom gleichgestellt) dranhängen.

Zitat:
Um meine Vorstellungen umsetzen zu können brauche ich Geld und hoffe einfach mal, dass ich nach menem Diplom erstmal irgendwo eine halbe Stelle bekomme.


Was für konkrete Vorstellungen hast Du denn?



Zitat:
Die Möglichkeit auf Lehramt weiterzumachen bzw. quer einzusteigen habe eich auch schon in betracht gezogen. Kennst du jemanden, der das gemacht hat?


Ich kenne bisher niemanden der das gemacht hat. Allerdings versuche ich gerade einen Quereinstieg. Habe einen Antrag auf Anerkennung als erstes Staatsexamen an die Bezirksregierung geschickt. Mal schauen was draus wird. Falls Du daran Interesse hast, mußt Du Deine Diplomurkunde und Dein Diplomzeugnis (beides beglaubigt) an eine Bezirksregierung in NRW schicken (je nach Schulform).
Am besten schauste mal hier nach:
https://www.bildungsportal.nrw.de/BP/LEO/

Das mit der Orientierungslosigkeit kenne ich nur allzugut. Es geht wohl vielen SOWIS so, dass sie nicht wirklich wissen was sie mit oder nach dem Studium machen sollen. Nichtsdestotrotz wird jeder seinen Weg schon irgendwie finden. Wink
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natti
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BeitragVerfasst am: 19.01.2005, 00:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!
An welcher Uni ist es möglich den Master of Socialmanagement berufsbegleitend zu studieren? An der FH-Niederrhein? Du kannst ja mal bescheid geben, wenn du was von der Bezirksregierung gehört hast, würde mich wirklich mal interessieren, ob wir da wenigstens noch Aussichten haben Rolling Eyes ! Kann dir auch meine Emailadresse geben, ist etwas einfacher!

Musst du eigentlich für die zwei Semester Stdiengebühren zahlen? Deswegen meinte ich eigentlich, dass ich Geld brauche, da ja alle Fortbildungen, Aufbaustudiengäne etc. sehr kostenintensiv sind.

Habe auch schonmal vom Quereinstieg bei der Polizei gehört!

Na ja, fände es auf alle Fälle interessant, wenn sich auch noch andere KomilitonInnen melden würde!

Grüße von
natti
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natti
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Anmeldungsdatum: 17.01.2005
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BeitragVerfasst am: 19.01.2005, 00:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sophi!
Das der Studiengang so wie er jetzt ist bald ausläuft habe ich auch schon gehört. Das ist aber halb so schlimm, das geschieht ja fast an allen Universitäten. Die Studiengänge im Sozialwesen werden gerade in vielen Unis/FHs auf BA umgestellt und sind auch inhaltlich nicht gleich. Das große Problem ist einfach,dass die feien Träger, d.h. Wohlfahtsverbände einen großem Sparzwang ausgesetzt sind und kaum neue Stellen ausgeschrieben werden. An mangelnder Studentenzahlen kann sich der Studiengang POS eigentlich auch nicht beschweren. Ich überlege ja auch noch weiter Soziologie zu besuchen, aber ehrlich gesagt bin ich mir nicht sicher, ob das wirklich eine bessere Zukunftschance hat. Schaut man sich die Stellenanzeigen im World Wide Web an, sind diese für "echte" Sowis eher bescheiden! Evtl. ist es dann einfacher anerkannt zu werden (nicht staatlich Wink ) um an Weiterbildungen, Studiengänge etc. teilzunehmen !
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