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Lucky
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Anmeldungsdatum: 09.06.2009
Beiträge: 132

BeitragVerfasst am: 15.02.2014, 16:33    Titel: SS13 Antworten mit Zitat

Kommt ihr bei 1b auch auf 2.400 oder mache ich was falsch?
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mettiborz
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Anmeldungsdatum: 04.01.2009
Beiträge: 208

BeitragVerfasst am: 17.02.2014, 15:37    Titel: Antworten mit Zitat

Ich mache mal den Anfang zur Aufgabe 1 SS2013:

a)Benennen Sie kurz die Quellen der Geldbasis. Geben Sie jeweils ein Beispiel für eine
Transaktion, durch welche die Geldbasis (B) ansteigt. (3 Punkte)


Skript Folie 45 Die Quellen der Geldbasis sind (oder Netto- ?) Aktiva der Zentralbank
-FA Nettoauslandsposition
-DIS Forderungen an den Finanzsektor
-GP Nettoforderungen gegenüber öffentlichen Haushalten
-O Other assets

Skript Folie46 Beispiele für Transaktionen bei denen die Geldbasis B steigt:
-Kauf von Devisen oder Gold: FA steigt
-Kreditvergabe an eine Bank: DIS steigt
-Kauf von Statsanleihen (Offenmartkkauf): GP steigt

b) ges. M1 geg. k= 0,2 / rR= 0,2 / rE= 0,1 / B= 1000
Einsetzen in die Gleichung auf der Folie 50:

M= (1+k)/(k+rE+rR)*B => M= (1+0,2)/(0,2+0,1+0,2)*1000= 2400

c) Diskutieren Sie die Determinanten des Bargeldkoeffizienten. Gehen Sie dabei
insbesondere auf das relative Risiko von Bargeld und Sichteinlagen ein und erläutern Sie den diesbezüglichen Unterschied zwischen der Großen Depression und der aktuellen Finanzkrise. (3 Punkte).


Der Bargeldkoeffizient spiegelt die relative Nachfrage nach zwei Vermögensgegenständen wider. Relevant sind damit die Aspekte Vermögen, relative Liquidität, relative Erträge und relatives Risiko.
(Jetzt weiß ich nicht ob man die anderen Aspekte auch noch beschreiben muss, da in der Aufgabenstellung steht "diskutieren Sie")

Relatives Risiko Historisch Große Depression (Folie 59) und Heute Finanzkrise (Folie 61):

-Früher Bargeld als sicherstes finanzielles Wertaufbewahrungsmittel. Es traten häufig Bank-Runs und Bankpaniken ein, die Einlagen der Banken wurden gestürmt, dies führte zur drastischen Zunahme des Bargeldkoeffizienten wodurch der Geldschöpfungsmultiplikator sank. Die Zentralbank versäumte es die Bargeldreserven (Gelddruck) zu erhöhen um der Krise entgegenzuwirken
-Heute sind Sichteinlagen mit einer vielzahl von Einlageversicherungssystemen wie gegenseitige Haftung innerhalb Bankengruppen, gesetzliche Einlagensicherung, freiwillige Einlagensicherung der Bankverbände und Staatsgarantien versichert und deshalb wie Bargeld ohne Risiko bezüglich der nominalen Erträge. Diese Garantien schwächen jedoch die Marktdisziplinierung und verursachen Moral Hazard. Während der aktuellen Krise blieb der Bargeldkoeffizient relativ konstant. Der Geldschöpfungsmultiplikator m und somit die Geldmenge sank aufgrund von Runs im Interbankenmarkt, sie bildeten größere Reserven und forderten Kredite von anderen banken zurück.
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mettiborz
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Anmeldungsdatum: 04.01.2009
Beiträge: 208

BeitragVerfasst am: 17.02.2014, 17:43    Titel: Antworten mit Zitat

Aufgabe 2:
a) Was versteht man unter dem Tagesgeldmarkt? Charakterisieren Sie Angebot und Nachfrage auf dem Tagesgeldmarkt. (3 Punkte)

Folie 82, 83 Diagramm und 84.
Der Tagesgeldmarkt ist ein Markt für Zentralbankgeld, auf dem sich Banken untereinander Reserven für einen Tag leihen und verleihen. Es ist ein Geldmarkt im banktechnischen Sinne mit einem Zins für für die Überassung von Guthaben, dem Tagesgeldzins.

Zu jedem Zeitpunkt gibt es Banken die bei anderen Banken Reserven nachfragen oder anderen Banken Reserven anbieten. Netto ist die Nachfrage des gesamten Banksystems stets positiv. Bei einem hohen Tagesgeldzins besteht für die einzelne Bank ein Anreiz, die Reservehaltung zu begrenzen und anderen Banken Reserven zu leihen. Die Nettonachfrage des Bankensystems ist niedrig. Bei hohem Zins i1 bieten sich die Banken unter einander mehr Reserven an als sie untereinander nachfragen, die Folge davon ist, dass der Tagesgeldzins fällt und sich somit der gleichgewichtige Tagesgeldzins i0 bildet.

b) Welche Rolle spielt der Tagesgeldmarkt auf der operativen Ebene der Geldpolitik? Gehen Sie insbesondere auf das Operationsziel der Geldpolitik und die Behandlung von Liquiditätsschocks ein. Wie unterscheiden sich die konkreten Vorgehensweisen der Federal Reserve Bank (USA) und der EZB? (5 Punkte)

Folie 85 (Operationsziel), 87 (Liquiditätsschock), 92-93 Vorgehensweisen USA/Euroland.
Die Zentralbankführung gibt den mit dem Einsatz der Instrumente betrauten Personen, der Geldmarktsteuerungsabteilung, ein Ziel für den Tagesgeldzinsatz vor. Wenn der aktuelle Tagesgeldzinstaz über dem Operationsziel liegt, so muss die Geldmarktsteuerung durch Einsatz der Instrumente die Menge an Reserven erhöhen.

Durch Schwankungen der Nachfrage nach Reserven (Liquiditätsschocks) kommt es zu Schwankungen des Tagesgeldzinses. Wenn die Geldmarktsteuerung diese Schwankung als transitorisch einschätzt, dann wird die Abweichung des Tagesgeldzinses vom Operationsziel zugelassen. Das Operationsziel bezieht sich auf die durchschnittliche Höhe des Tagesgeldzinses. Reaktionen erfolgen i.d.R. erst beim nächsten Hauptrefinanzierungsgeschäft. Bei Bedarf kann mit Feinsteuerungsmaßnahmen kurzfristig reagiert werden.

Die Federal Reserve Bank der USA gibt die Änderung des Operationsziels unmittelbar nach der Sitzung des FOMC bekannt.
Die EZB des Eurolandes gibt das Operationsziel nicht explizit bekannt. Leitzins ist der Wertpapierpensionssatz in den Hauptrefinanzierungsgeschäften. Änderungen des Werpapierpensionssatzes folgen gleichgerichtete Änderungen des durchschnittlichen Tagesgeldzinses. I.d.R. werden zeitgleich auch die Sätze der Fazilitäten angepasst.

c) Was versteht man unter ständigen Fazilitäten und welche Rolle spielen diese für die Funktionsweise des Tagesgeldmarktes? (2 Punkte)

Folie 79 (ständige Fazilitäten), 89
Zum einem gibt es die Refinanzierungsfazilität:
Banken können sich Reserven für einen Tag bei der Zentralbank leihen (gegen Sicherheiten). Der Zinssatz dabei liegt über dem Wertpapierpensionssatz.
Außerdem noch die Einlagefazilität:
Banken können für einen Tag überschüssige Reserven bei der Zentralbank anlegen. Der Zinssatz liegt unter dem Wertpapierpensionssatz.

Ständige Fazilitäten bestimmen die Zinsober- bzw. Zinsuntergrenze.
Bei einem Anstieg der Nachfrage kann der Zins nicht über den Zins der refinanzierungsfazilität steigen und bei einem Rückgang der Nachfrage kann der Zins nicht unter den Zins der Einlagefazilität fallen.
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mettiborz
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Anmeldungsdatum: 04.01.2009
Beiträge: 208

BeitragVerfasst am: 17.02.2014, 18:47    Titel: Antworten mit Zitat

Aufgabe 3:

a)Geben Sie einen Überblick über die Maßnahmen der EZB im Rahmen der Finanzkrise.(6 Punkte)

Folie 99 (Standard measures), 103-104 (Non-Standard measures):
Zu den Standardmaßnahmen der EZB im Rahmen der Finanzkrise zählen die Senkung des Zinses von 4% auf 1 % und die Verengung des Korridors zwischen den Zinssätzen der Refinanzierungs- und Einlagefazilität.
Zusätzlich wurden, mit dem Kollaps der Geldmärkte nach dem Konkurs von lehman Brothers, Non-Standard measures ergriffen.
Wertpapierpensionsgeschäfte als fixed rate full allotment tender: Mengentender mit voller Zuteilung, ohne Repartierung. Die Liste der akzeptierten Sicherheiten und zugelassenen Geschäftspartner wurde erweitert. Längerfristige Wertpapierpensionsgeschäfte mit Laufzeiten bis zu einem Jahr. Liquidität in ausländischer Währung wurde ebreitgestellt.
Die Zentralbank musste die Bruttonachfragen nach Reserven befriedigen, daraus folgte der Kauf von Pfandbriefen im Wert von 60 Mrd.€ ab Juni 2009, ab 2010 mit der Staatsschuldenkrise folgte das Programm für die Wertpapiermärkte. Käufe von Covered bonds und Anleihenkäufe sollten die Funktion der betroffenen Märkte sicherstellen und wurden durch liquiditätsabsorbierende Feinsteuerungsmaßnahmen (Abgrenzung zu quantitative easing) neutralisiert.

b) Im Zusammenhang mit der Staatsschuldenkrise wurde als Alternative zu Krisenmechanismen häufig vorgeschlagen, Marktdisziplinierung durch eine
Insolvenzordnung für Regierungen zu etablieren. Diskutieren Sie diesen Vorschlag.(4 Punkte)


Folie 120 ff

Marktdisziplinierung setzt glaubwürdiges Ausschalten von bail-out Vermutungen und effiziente Finanzmärkte voraus.
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nadja.bwl
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Anmeldungsdatum: 02.03.2012
Beiträge: 42

BeitragVerfasst am: 17.02.2014, 22:52    Titel: Re: SS13 Antworten mit Zitat

Lucky hat folgendes geschrieben::
Kommt ihr bei 1b auch auf 2.400 oder mache ich was falsch?


richtig Smile
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